Katzen chippen ist in Deutschland seit dem 1. Januar 2025 für alle Freigängerkatzen verpflichtend,, eine Regelung, die viele Katzenbesitzerinnen und -besitzer zum Nachdenken gebracht hat. Doch auch unabhängig von der Pflicht macht eine Kennzeichnung per Mikrochip schlicht Sinn: Geht die Katze verloren oder wird sie verletzt aufgefunden, ist der Weg zurück ins Zuhause deutlich kürzer. Wann der beste Zeitpunkt zum Chippen ist, was dabei passiert und was Sie darüber hinaus beachten sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.
Viele Tierbesitzerinnen und -besitzer fragen sich, ob das Chippen schmerzhaft ist oder ob es einen bestimmten Zeitpunkt gibt, zu dem der Eingriff besonders sinnvoll ist. Die gute Nachricht: Das Setzen eines Mikrochips ist ein kurzer, unkomplizierter Eingriff, der in der Regel problemlos verläuft. Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt lässt sich ebenfalls klar beantworten.
Ab wann sollte man Katzen chippen lassen?
Grundsätzlich kann eine Katze in jedem Alter gechipt werden. Empfohlen wird der Eingriff jedoch häufig schon früh; idealerweise in Kombination mit den ersten Impfterminen oder der Kastration. So lässt sich ein unnötiger zusätzlicher Tierarztbesuch vermeiden, und die Katze muss nicht mehrfach in kurzer Zeit in die Praxis.
Für Kitten gilt: Ab einem Körpergewicht von etwa einem Kilogramm kann das Chippen problemlos durchgeführt werden. Das entspricht in der Regel einem Alter von acht bis zwölf Wochen. Manche Züchter chippen ihre Jungtiere bereits vor der Abgabe, sodass die neuen Besitzerinnen und Besitzer die Katze mit fertigem Chip erhalten. In diesem Fall muss lediglich die Registrierung auf den neuen Namen und die neue Adresse umgeschrieben werden.
Wie funktioniert das Chippen und was passiert dabei?
Bei der Kennzeichnung per Mikrochip wird ein winzig kleiner Transponder, etwa so groß wie ein Reiskorn, mit einer speziellen Hohlnadel unter die Haut des Tieres injiziert. Die bevorzugte Stelle ist der Nackenbereich, genauer gesagt zwischen den Schulterblättern. Der Eingriff dauert nur wenige Sekunden und ist mit einer normalen Injektion vergleichbar.
Der Chip selbst ist passiv und benötigt keine Batterie. Er enthält einen einmaligen 15-stelligen Code nach ISO-Norm 11784/11785, der beim Scannen durch ein entsprechendes Lesegerät ausgelesen werden kann. Dieser Code verweist auf die Registrierung in einer Datenbank, in der die Daten der Besitzerin oder des Besitzers hinterlegt sind. Wird eine Katze verloren aufgefunden und zum Tierarzt oder ins Tierheim gebracht, kann sie dort sofort gescannt und identifiziert werden.
- Eindeutige, dauerhafte Identifikation ohne Sichtbarkeit von außen
- Unverlierbar — im Gegensatz zu Halsbandmarken oder Anhängern
- Einmalige Kosten, keine laufenden Ausgaben für den Chip selbst
- Voraussetzung für Reisen innerhalb der EU mit dem Haustierausweis
- Schnelle Zuordnung bei Fundtieren durch Tierärzte und Tierheime
KIWas kostet das Einsetzen des Chips und wo wird es durchgeführt?
Der Eingriff wird ausschließlich von Tierärztinnen und Tierärzten durchgeführt und kostet je nach Praxis in der Regel zwischen 20 und 50 Euro. Hinzu kommen in der Regel Kosten für die Registrierung in einer Datenbank, die je nach Anbieter einmalig zwischen 5 und 20 Euro betragen können. Manche Tierheime bieten Chip-Aktionen zu vergünstigten Konditionen an; es lohnt sich, in der eigenen Region nachzufragen.
Wichtig zu wissen: Die Registrierung ist der entscheidende Schritt, der den Chip erst vollständig nutzbar macht. Ein gechiptes Tier ohne Datenbankregistrierung kann zwar identifiziert werden, es gibt jedoch keine Möglichkeit, die Besitzerin oder den Besitzer zu kontaktieren. Empfehlenswert ist die Eintragung in mindestens einem der großen deutschen Tierdatenbanken, etwa beim TASSO e.V., dem Deutschen Haustierregister oder FINDEFIX.
- Termin beim Tierarzt vereinbarenChippen kann gut zusammen mit Impfung oder Kastration stattfinden — das spart einen Extra-Besuch.
- Chip setzen lassenKurzer Eingriff im Nackenbereich, dauert nur wenige Sekunden.
- In Datenbank registrierenChip-Nummer in einer offiziellen Tierdatenbank mit eigenen Kontaktdaten hinterlegen — z.B. TASSO oder Deutsches Haustierregister.
- Daten aktuell haltenBei Umzug oder Änderung der Kontaktdaten unbedingt die Registrierung aktualisieren.
Wer eine bereits erwachsene Katze neu aufnimmt, sollte unbedingt prüfen, ob das Tier bereits gechipt ist. Das kann der Tierarzt durch einfaches Abscannen feststellen. Ist ein solcher vorhanden, muss die Registrierung auf die neuen Besitzerinnen und Besitzer umgeschrieben werden, andernfalls führt der Chip im Verlustfall zu den alten Vorbesitzern.
Mit einem Chip und einer aktuellen Registrierung haben Sie als Katzenbesitzerin oder Katzenbesitzer die Gewissheit, dass Ihre Katze im Falle eines Verlusts schnell identifiziert und zu Ihnen zurückgebracht werden kann. Es ist eine einmalige, kostengünstige Maßnahme mit dauerhaftem Nutzen. Wenn Sie Ihre Katze noch nicht chippen lassen haben, lohnt es sich, das beim nächsten Tierarztbesuch direkt mit anzusprechen.
Häufige Fragen zum Thema Katzen chippen
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